BÄKO im Profil

Die Geschichte der Genossenschaften – ein kurzer Abriss

Historie

Die Idee einer Genossenschaft stammt bereits aus dem 11. Jahrhundert, bereits im frühen Mittelalter entstanden Gemeinschaften, wie z.B. Handwerkerzünfte oder auch die Hanse, um sich bei Notlagen wie Feuer, Krankheit, Verlust von Schiffen etc. abzusichern. Die Grundprinzipien der Selbsthilfe, Solidarität und Demokratie sind dabei über die Jahrhunderte gleich geblieben. Es zählt – ein Mitglied hat eine Stimme, die Kapitalkraft der Mitglieder ist dabei nicht entscheidend. Genossenschaften können auch nicht, wie Aktiengesellschaften oder GmbHs, verkauft werden und bieten oft, gerade für kleinere und mittlere Unternehmen, eine Krisenabwehr. 

Gründerväter

Als Gründungsväter der heutigen Genossenschaftsform gelten der Sozialreformer und preußische Kommunalbeamte Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818 – 1888), der die erste Einkaufsgenossenschaft gründete, sowie der Sozialreformer, Jurist und Politiker Hermann Schulze-Delitzsch (1808 – 1883), der als Initiator des Genossenschaftsrechts gilt und erste Sparvereine gründete („Volksbanken“).

Genossenschaften heute

Wer nun denkt, dass Genossenschaften alt, verstaubt und überholt sind, der wird durch die heutige Vielfalt eines Besseren belehrt. Es gibt Handelsgenossenschaften wie z.B. die Energiegenossenschaft, REWE oder den Konsum, Handwerksgenossenschaften wie die BÄKO oder den Dachdecker-Einkauf, Produktionsgenossenschaften wie z.B. die agra und diverse andere Zusammenschlüsse wie z.B.   Bundesverband der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften oder Wohnungsbaugenossenschaften.
Jeder 4. Bundesbürger ist Mitglied in einer von insgesamt ca. 7.500 Genossenschaften. Weltweit gibt es sogar ca. 300.000 genossenschaftliche Organisationen. Allein in Deutschland sind ca. 800.000 Mitarbeiter in dieser wirtschaftlich stabilen Unternehmensform beschäftigt.
 

Bäckereigenossenschaften

Die Vorläufer der heutigen Bäckerei- und Konditoreigenossenschaft, also BÄKO, waren Einkaufsgemeinschaften für Hefe und Kohle, die sich ab etwa 1890 aus den Innungen heraus bildeten.
Deren Ziel und Zweck waren im Besonderen:

  • Erzielen der gleichen Einkaufsvorteile wie die Industrie
  • Sicherung der Warenverfügbarkeit durch Vorratskäufe
  • Sicherung der Einkaufsfinanzierung durch genossenschaftliche Einlagen
  • Unterstützung einzelner Mitglieder in (wirtschaftlichen) Notlagen

Auch heute noch sind diese Grundgedanken gelebte Werte, die es täglich aufs Neue zu erfüllen gilt.
Im Jahre 1906 wurde dann in Dresden die Genossenschaft für Bäcker, Konditoren und Pfefferküchler gegründet, heute die BÄKO Ost eG, die seit 1992 am Standort Groitzsch mit derzeit ca. 130 Mitarbeitern sich um die Bedürfnisse und Wünsche ihrer Mitlieder und Kunden kümmert. Zur umfangreichen Geschichte unserer BÄKO Ost eG am Standort Groitzsch haben wir eine reich bebilderte Chronik zusammengestellt. Ebenso gibt es ein kleines Büchlein zum 100-jährigen Jubiläum der BÄKO Ost eG, die wir Ihnen bei Wunsch gegen eine Schutzgebühr von 5,00  € zzgl. Versand  gern zusenden. Bitte nutzen Sie dazu unser Kontaktformular.
 

 

Friedrich Wilhelm Raiffeisen

Raiffeisen-Denkmal in Neuwied, Foto F. Lang

Hermann Schulze-Delitzsch

Hermann Schulze-Delitzsch, eigentlich Franz-Hermann Schulze (Common Wikipedia)

Genossenschaftsjahr

 

 

Broschüre 100 Jahre

Broschüre „100 Jahre BÄKO Ost eG  1906 – 2006“

Die BÄKO-Gruppe heute
Einordnung in die BÄKO-Landschaft

Als anerkanntes Unternehmen des Mittelstandes sind wir das wirtschaftliche Rückgrat für mehr als 7.000 Arbeitsplätze im Bäcker-, Konditoren und Pfefferküchlerhandwerk in Sachsen und Brandenburg sowie zuverlässiger Partner von ca. 700 sächsischen und brandenburgischen Produktionsbetrieben. Innerhalb der gesamten BÄKO-Landschaft sind wir ein Unternehmen von insgesamt 13 BÄKOs im Norden der Bundesrepublik und weiteren 14 im Süden (Stand: Dezember 2016), wobei die BÄKO Ost eG zur BÄKO-Zentrale Nord (BZN) zugehörig ist. Beide Zentralen, alle Regionalgenossenschaften und GmbHs zusammen haben dabei im Jahr 2016 einen Umsatz in Höhe von mehr als 2 Milliarden Euro mit mehr ca. 11.000 Mitgliedern erwirtschaftet. Die BÄKO GRUPPE NORD vertritt dabei alsweltweit agierende genossenschaftlich aufgestellte Wirtschaftsorganisation die Handelsinteressen von ca. 6.500 Handwerksbetrieben.

Karte BÄKO-Landschaft

 

Die BÄKO-Zentrale Nord - Globale Aktivität und lokales Engagement

Mit Hauptsitz in Duisburg, einer Niederlassung in Rellingen und 18 Regionalgenossenschaften vertritt die BÄKO GRUPPE NORD als weltweit agierende genossenschaftlich organisierte Wirtschaftsorganisation die Handelsinteressen von mehr als 7.900 Bäckern und Konditoren. Dabei wird mit einer konsequent qualitätsorientierten Einkaufs- und Sortimentspolitik sowie mit nutzenorientierten Dienstleistungen der Rücken und die Wettbewerbsfähigkeit der backenden Handwerksbetriebe  gestärkt.

 

BZN-Logo